Sterbegeldversicherung – finanzielle Vorsorge für die Hinterbliebenen

Der Tod eines geliebten Menschen ist ein tragisches Ereignis. Neben der Trauer kommt auf die engsten Familienangehörigen zusätzlich die Organisation der Beerdigung zu, denn in Deutschland gibt es eine Bestattungspflicht. Die Ausrichtung der Trauerfeier, die Anfertigung eines Grabsteins, Trauerkarten, Blumenkränze und Sterbeurkunde verursachen hohe Kosten, die sich in der Praxis auf einen Betrag von mehreren Tausend Euro summieren können. Mit dem Abschluss einer Sterbegeldversicherung treffen Menschen eine verantwortungsvolle Entscheidung. Die Hinterbliebenen sind im Ernstfall finanziell abgesichert und können die Kosten für die Bestattung nach Auszahlung der Versicherungssumme begleichen.

Leistungen der Sterbegeldversicherung

Die Sterbegeldversicherung ist ein sinnvoller Vorsorgeschutz, der die Hinterbliebenen im Falle eines Todes des Versicherten finanziell absichert. Sie gehört zu den Risikoversicherungen, erfüllt jedoch einen anderen Zweck als die Lebensversicherung. Bei der Sterbegeldversicherung geht es nicht um eine Geldanlage im Sinne der Kapitalbildung. Die Versicherungssumme wird bei einem Ableben des Versicherungsnehmers an die Angehörigen ausgezahlt, damit von dem Betrag die Kosten für die Beerdigung beglichen werden können. Angeboten werden zwei Arten von Sterbegeldversicherungen: Mit und ohne Wartezeit. In der Praxis bieten die meisten Versicherungsunternehmen Policen mit einer Wartezeit zwischen mehreren Monaten und bis zu drei Jahren an. Verstirbt der Policeninhaber innerhalb dieses Zeitraumes, kommen lediglich die bis zu diesem Zeitpunkt eingezahlten Beiträge zur Auszahlung.

Wartezeiten und Gesundheitsprüfung

Mit der Sterbegeldversicherung mit Wartezeit wollen sich die Anbieter gegen ein vorzeitiges Ableben des Versicherungsnehmers absichern. Die Fristen variieren stark zwischen den einzelnen Unternehmen. Aus diesem Grund spricht vieles für den frühzeitigen Abschluss einer derartigen Risikovorsorge. Die Beiträge werden in der Regel monatlich gezahlt. Eine Besonderheit betrifft bei einigen Verträgen die Zahlungsfristen. Bei manchen Tarifen endet die Einzahlphase mit Vollendung des 65. oder 80. Lebensjahres. Obwohl keine monatlichen Beitragszahlungen mehr fällig sind, besteht Versicherungsschutz bis zum Lebensende. Von dieser Variante profitieren Versicherungsnehmer, die sich bereits vor dem Eintritt ins Rentenalter für den Abschluss einer Sterbegeldversicherung entscheiden. Wer sich für eine Police ohne Wartezeit entscheidet, muss in der Regel eine Gesundheitsprüfung ablegen. Zu diesem Zweck muss ein Fragebogen ausgefüllt werden, wobei die Einzelfragen zum Gesundheitszustand und zur Lebensweise wahrheitsgemäß beantwortet werden müssen.

 

Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit

Nach dem Abschluss einer Sterbegeldversicherung gilt in der Regel eine Wartezeit von 18 bis 36 Monaten, bevor Leistungen in Anspruch genommen werden können. Diese Klausel verwenden die Anbieter, um das finanzielle Risiko zu minimieren. Gerade für ältere Menschen, die eine finanzielle Absicherung der Verbliebenen im Falle des eigenen Ablebens wünschen, ist eine Sterbegeldversicherung mit Wartezeit häufig keine Option. Einige Versicherungsgesellschaften bieten das Vorsorgeprodukt unter bestimmten Voraussetzungen auch ohne Wartezeit an. In diesem Fall wird eine Gesundheitsprüfung fällig. Dabei handelt es sich in der Regel um einen Fragebogen, den der Antragsteller wahrheitsgemäß ausfüllen muss. Neben eventuellen Vorerkrankungen spielt in diesem Kontext auch der persönliche Lebenswandel eine Rolle. Unter anderem müssen Fragen zum Tabak- und Alkoholkonsum beantwortet werden. Eine Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit können Sie auch abschließen, wenn Sie die gesamte Versicherungssumme im Rahmen einer Einmalzahlung bezahlen und auf monatliche Beitragszahlungen verzichten. In diesem Fall tritt ein sofortiger Versicherungsschutz ein.

Bestattung mit Funeria

Mit Funeria planen Sie eine Bestattung im Großraum Berlin/Brandenburg individuell und kosteneffizient. Die Bestattungsvorsorge von Funeria verhindert, dass die Hinterbliebenen nach Ihrem Ableben mit unkalkulierbaren Kosten konfrontiert werden. Eine wichtige Hilfe bei der zielgerichteten Vorsorge ist der Bestattungsplaner, der auf der Webseite des Unternehmens unter funeria.de aufgerufen werden kann. Dort finden Sie feste Preise für die angebotenen Leistungen, die Sie nach individuellen Vorstellungen und Wünschen zusammenstellen können. Sie behalten stets die volle Kostenkontrolle und können sich zwischen einer Erd-, einer Feuer- oder einer Baumbestattung entscheiden. Auf Wunsch steht Ihnen ein erfahrener Trauerberater zur Seite, der die Angehörigen in einer emotional schwierigen Phase begleitet.

Monuta Sterbegeldversicherung

Monuta ist eine niederländische Versicherungsgesellschaft, die sich auf eine effiziente Trauerfall-Vorsorge spezialisiert hat und in diesem Segment Marktführer im deutschen Nachbarland ist. Die Leistungen in Deutschland gleichen denen in den Niederlanden und schließen zwei Varianten ein. Die klassische Monuta Sterbegeldversicherung sieht die Auszahlung der kompletten Versicherungssumme im Falle eines Ablebens des Versicherungsnehmers vor. Mit dem Geld können die Angehörigen oder Hinterbliebenen die Kosten für die Trauerfeier, Kränze, den Grabstein und die Bestattungszeremonie begleichen. Bei der zweiten Variante der Monuta Sterbegeldversicherung handelt es sich um ein Komplettpaket. Eingeschlossen ist die gesamte Organisation der Beisetzung. Die Versicherungssumme ist bei Monuta frei wählbar. Im Premium-Segment können Sie finanzielle Vorsorge bis zu einer Höhe von 10.000 Euro treffen.

Solidar Sterbegeldversicherung

Solidar ist eine Versicherungsgesellschaft mit Sitz in Bochum, die sich ausschließlich auf Sterbegeldversicherungen spezialisiert hat. Das Eintrittalter liegt bei der Solidar Sterbegeldversicherung zwischen 14 und 75 Jahren mit einer Wartezeit von drei Jahren bei gestaffelten Leistungen. Stirbt der Versicherungsnehmer in den ersten sechs Monaten nach Vertragsabschluss, werden keine Leistungen ausgezahlt und es erfolgt keine Rückerstattung der eingezahlten Beiträge an die Hinterbliebenen. Die Versicherungssumme kann frei aus einer Spanne von 500-8.000 Euro gewählt werden. Aufgrund der dreijährigen Wartefrist verzichtet die Solidar auf eine Gesundheitsprüfung. Ältere Versicherungsnehmer haben die Möglichkeit, die Versicherungssumme als Einmalzahlung zu leisten. Zu den Vorteilen der Solidar Sterbegeldversicherung gehört die Tatsache, dass Kinder für einen Betrag von 5 ct pro 500 Euro Versicherungssumme bei den Eltern mitversichert werden können.

Höhe der Versicherungssumme

Die Höhe der Versicherungssumme ist frei wählbar und wird beim Abschluss einer Sterbegeldversicherung festgelegt. Notwendig sind Vorüberlegungen, welche Kosten nach dem Tod des Versicherungsnehmers abgedeckt werden sollen. Soll neben der Bestattung auch die Grabpflege für einen bestimmten Zeitraum bezahlt werden, muss die Versicherungssumme nach oben angepasst werden. Wird eine zu niedrige Versicherungssumme gewählt, besteht die Möglichkeit, dass die Kosten nicht vollständig abgedeckt werden und die Angehörigen den Fehlbetrag aus dem eigenen Vermögen oder dem Nachlass des Verstorbenen begleichen müssen. In Abhängigkeit von der persönlichen Planung liegt die Versicherungssumme bei den meisten Verträgen zwischen 2.500 und 10.000 Euro. Die durchschnittlichen Kosten für eine Bestattung liegen bei ca. 4.500 Euro.

Bezugsberechtigte Personen

Wie bei einer Kapitallebensversicherung bestimmt der Versicherungsnehmer bei einer Sterbegeldversicherung bezugsberechtigte Personen. Wurden keine Personen explizit benannt, wird die Versicherungssumme nach dem Ableben des Versicherten an die Erbberechtigten ausgezahlt. Während der gesamten Laufzeit hat der Versicherungsnehmer das Recht, Personen mit Bezugsrecht neu zu benennen und bereits eingetragene Personen löschen zu lassen. Diese Änderungen müssen schriftlich erfolgen und das Dokument muss die Unterschrift des Versicherten tragen. Ein Telefonanruf oder eine E-Mail reichen aus rechtlichen Gründen nicht aus, um das Bezugsrecht zu ändern.

Eintrittsalter für die Sterbegeldversicherung

Bei der Sterbegeldversicherung unterscheiden die Anbieter mehrheitlich zwischen einem Mindestalter und einem Höchstalter. Als Untergrenze gilt ein Alter von 18 Jahren. Erst mit dem Erreichen der Volljährigkeit können junge Erwachsene bei den meisten Anbietern eine Sterbegeldversicherung abschließen. Die Obergrenze liegt bei vielen Versicherungsunternehmen bei einem Alter von 75 Jahren. Wer älter ist, kann eine Sterbegeldversicherung in der Regel nur abschließen, wenn im Rahmen einer Einmalzahlung der gesamte Betrag überwiesen wird. Bei dieser Variante entfallen auch die sonst üblichen Wartezeiten. In der Praxis steigen mit der Höhe des Eintrittsalters auch die Wartefristen an.

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