Pfandflaschen sammeln ist eine relativ einfache Weise um ein Paar extra Euros zu verdienen. Vor allem in Großstädten wie Berlin gibt es viele Leute die es machen.

 

Pfandflaschen sammeln Tipps

Viele Menschen sind aus finanzieller Not darauf angewiesen, Pfandflaschen zu sammeln. Nicht nur mit Flaschen kann mann Geld verdienen. Auch Dosen sammeln lohnt sich. Seit der Einführung des Dosenpfandes in Deutschland hat sich das Potenzial sprunghaft erhöht, denn die meisten Getränkeverpackungen sind pfandpflichtig und werden vom Einzelhandel zurückgenommen. Damit sich die Sucherei auch lohnt, sollten einige Tipps beherzigt werden, die Ihnen das Vorhaben erleichtern und die Erfolgsaussichten steigen lassen.

Wo findet man viele Pfandflaschen?

Wo findet man viele Pfandflaschen? Nur wer sich am richtigen Ort auf die Suche nach Pfandflaschen macht, hat gute Erfolgsaussichten. Dazu gehört im Vorfeld die Überlegung, an welchen Stellen und zu welchem Zeitpunkt Menschen Getränke konsumieren. Die besten Erfolgsaussichten haben Sie bei großen Menschenansammlungen:

  • Nach einem Sommerfest im Park
  • Vor und nach einer Open-Air-Veranstaltung
  • Auch bei Straßenfesten stehen die Chancen gut, einen großen Vorrat an Pfandflaschen ausfindig zu machen.

 

Im Sommer sollten Sie sich erkundigen, wann Partys unter freiem Himmel stattfinden. Ergiebige Sammelstellen können darüber hinaus Mülleimer in der Nähe von Parkbänken, Autobahnraststätten und Bushaltestellen sein. Auch verschiedene Ecken im Außenbereich von Supermärkten können sich als Fundstelle für Pfandflaschen erweisen. Hinzu kommen stark frequentierte öffentliche Einrichtungen wie das Umfeld von Schulhöfen, von Behörden oder von Bahnhöfen.

Pfand sammeln

Rücksicht gegenüber Anderen ist beim Sammeln von Pfandflaschen eine Grundvoraussetzung. Wer als Pfandflaschensammler in S-Bahnen und Zügen ohne Rücksicht auf die Reisenden die Müllcontainer in den Abteilen durchforstet, macht sich keine Freunde. Im Gegenteil: Unter Umständen können die Reisenden genervt reagieren und die soeben geleerte Getränkedose statt in den Abfallbehälter wieder im Reisegepäck verstauen.

Andererseits sind zahlreiche Menschen bereit, Ihnen eine soeben geleerte Pfandflasche zu überlassen, wenn sie höflich darum gebeten werden. Häufig ist es den Betroffenen lieber, auf das Pfand zu verzichten, als ein Geldstück herauszugeben. Gute Aussichten auf einen Fund bieten im Sommer öffentliche Grillplätze in Parks, die regelmäßig von Stadtbewohnern genutzt werden.

Pfandflaschen zu verschenken

Auf zum Beispiel Seiten wie Amazon können Sie anbieten, Pfandflaschen bei Menschen zu Hause abzuholen und sie auf diese Weise die Schlepparbeit zu übernehmen. Auch bieten Menschen Pfandflaschen zu verschenken an. Sie brauchen das Annehmen von verschenkten Pfandflaschen also nicht als betteln oder als Annehmen von Wohltätigkeit zu betrachten: Sie werden bezahlt für gelieferten Service.

Es gibt sogar eine Plattform, die spezialisiert is in Pfandgeben. Pfandgeben ist eine Plattform, die zwischen Pfandflaschen-Besitzer/innen und Pfandnehmer/innen vermittelt: die alternative P2P-Plattform (Pfandflaschengeber-zu-Pfandflaschenabholer).

Pfandflaschen Wert

Die Höhe des Pfandbetrages ist für Getränkeverpackungen gesetzlich geregelt. Bei Discountern sind überwiegend Einwegflaschen erhältlich, die aus einem dünnwandigen PET bestehen. Pro Flasche beträgt der Pfandbetrag 0,25 Euro. Die Kennzeichnung erfolgt durch das DPG-Symbol, das eine stilisierte Flasche und eine Dose zeigt. Daneben befindet sich ein geschwungener Pfeil. PET-Flaschen, die vom Pfand befreit sind, wie einige Verpackungen für Fruchtsäfte sind als solche mit der Aufschrift „Kein Pfand“ gekennzeichnet.

Das DPG-Symbol: Deutsche Pfandsystem GmbH

Getränkedosen zählen ebenfalls zu den Einwegverpackungen und das Pfand beträgt wie bei den PET-Flaschen 0,25 Euro pro Dose. Das Pfand für Mehrwegflaschen für Bier oder Mixgetränke liegt bei 0,08 Euro und für andere Mehrwegflaschen aus Glas oder Plastik erhalten in der Regel einen Betrag von 0,15 Euro pro Verpackungseinheit.

Wird man reich mit Pfandflaschen sammeln?

Pfandsammeln ist ein lukrativer Nebenverdienst, aber reich werden Sie wahrscheinlich nicht damit. Schaden tut es jedoch auch nicht! Ein Frankfurter Geschäftsmann hat es dennoch versucht: ein wenig zu erfolgreich. Der von der Steuerfahndung errechnete Schaden belief sich auf 1,3 Millionen Euro (FAZ, 18.12.2019).

Für den Steuerbehörden zählt Pfandsammeln zu „sonstigen Einkünften“. Es gilt der Grundfreibetrag von 8472 Euro pro Jahr (Focus.de, 18.12.2019).

Pfandflaschenautomat in der Nähe

Die Rückgabe von Pfandflaschen ist gesetzlich geregelt. Jeder Händler, der Einwegflaschen verkauft, muss das Leergut auch zurücknehmen, unabhängig davon, ob die Pfandflasche aus diesem oder einem anderen Supermarkt stammt. Wer Getränkedosen im Sortiment führt, ist verpflichtet, alle Verpackungen dieser Art zurückzunehmen. Die einzige Ausnahme bei Einwegpfandverpackungen betrifft Händler, die keine Dosen im Sortiment führen.

Mehrwegflaschen werden Sie grundsätzlich bei jedem Händler los, der die entsprechende Marke vertreibt. Wichtig: Nur Pfandflaschen, die in Deutschland gekauft wurden, werden vom Einzelhandel auch zurückgenommen. Die Leergutautomaten erkennen dies in der Regel am abweichenden Strichcode und akzeptieren die Pfandbehälter nicht.

Gilt ein Pfand-Bon unbeschränkt?

Nein. Vielmehr gilt auch bei Pfand-Bons eine dreijährige Verjährungsfrist wie bei Gutscheinen. Und zwar drei Jahre bis zum Ende des dritten Kalenderjahres! (Bild.de, 18.12.2019)

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