Die steigenden Kosten für den Stromverbrauch stellen für die Privathaushalte in Deutschland eine enorme finanzielle Belastung dar. Preistreiber Nummer 1 ist die Umlage aus dem Gesetz für Erneuerbare Energien, wonach die Hauptlast für die Stromgewinnung aus regenerativen Energiequellen die Verbraucher und kleine Unternehmen zu tragen haben. Mit der Installation einer thermischen Solaranlage wirken Sie den steigenden Kosten effizient entgegen und profitieren durch die Rückvergütung für den eingespeisten Strom sogar von dieser gesetzlichen Regelung.

 

Vorteile einer thermischen Solaranlage

Eine thermische Solaranlage ist eine rentable Investition für Eigenheimbesitzer und kleinere Betriebe, die nicht von der EEG-Umlage befreit sind. Die Anlage erzeugt emissionsfreien Strom, der für die Erhitzung des Warm- und Heizwassers genutzt werden kann. Die Anlagen wandeln das Sonnenlicht in Wärmeenergie um. Solarheizung und Photovoltaikanlage sind alternative Bezeichnungen eine thermische Solaranlage. Zwar ist die Installation einer Photovoltaikanlage mit einer gewissen Anfangsinvestition verbunden, doch staatliche Fördermaßnahmen, günstige Darlehen von der KfW-Bank und eine Einspeisungsvergütung tragen dazu bei, den Kostendruck in der Investitionsphase zu senken. Eigenheimbesitzer und Kleinbetriebe, die im Gegensatz zu Mietern über die Nutzung von Dachflächen für eine umweltfreundliche Solaranlage selbst entscheiden können, profitieren von zinsgünstigen Krediten von der KfW-Bank. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau befindet sich in staatlichem Besitz und ist die größte Förderbank Deutschlands.

Geld sparen mit Solar: Förderung durch KfW Programm 275

Zur Förderung des Baus von Solaranlagen hat die KfW-Bank unter anderem das Programm 275 aufgelegt. In diesem Programm wird die Ausgabe zinsgünstiger Kredite für die Anschaffung einer Photovoltaikanlage und eines Batteriespeichers gefördert. Folgende Eigenschaften zeichnen die Darlehen aus:

¥ Abdeckung von bis zu 100 % der Investitionssumme
¥ Flexible Laufzeitlänge von 5, 10 oder 20 Jahren
¥ Zinsbindung für den gesamten Darlehenszeitraum
¥ Tilgungsfrei für maximal 1-3 Jahre
¥ Kombinationsmöglichkeiten mit anderen KfW-Krediten

 

Die Vergabe eines zinsgünstigen Darlehens aus dem KfW Programm 275 ist an bestimmte Voraussetzungen geknüpft. Eine Bedingung ist, dass die thermische Solaranlage von einem Fachbetrieb installiert werden muss und die Arbeit nicht in Eigenleistung erfolgt. Wird der Kredit auch für ein Batteriesystem genutzt, dürfen die Speicher eine Leistung von 30 kWp (Kilowatt Peak) nicht überschreiten. Zum Vergleich: Eine Solaranlage, die auf dem Dach eines Ein- oder Zweifamilienhauses installiert ist, besitzt eine Leistung von 5-10 kWp. Bei einem Kredit aus dem KfW Programm 275 handelt es sich um ein Annuitätendarlehen mit feststehenden Raten über die gesamte Laufzeit. Zurückgezahlt wird der Kredit über ein Girokonto bei Ihrer Hausbank.

Solaranlage für Warmwasser

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, eine Solaranlage für das Warmwasser zu installieren, sind einige Vorüberlegungen bezüglich der Dimensionen erforderlich. Geld sparen Sie mit Solar nur, wenn die Photovoltaikanlage wirtschaftlich ist. Grundlage für die Überlegungen bildet eine realistische Einschätzung des Warmwasserbedarfs. Der Durchschnittsverbrauch pro Person liegt in Deutschland bei 50-60 pro Tag und schließt den Verbrauch beim Duschen, für die Nutzung des Handwaschbeckens, der Küchenspüle und für Putzwasser ein. Abweichungen von diesem Richtwert sind normal. Aus diesem Grund sollten Sie die Wasseruhr in Ihrem Eigenheim über einen längeren Zeitraum ablesen. Der tatsächliche Warmwasserbedarf dient als Basis zur Ermittlung, wie groß die Solaranlage werden soll. Eine vierköpfige Familie benötigt eine Kollektorenfläche von etwa 40 Quadratmeter, wenn das Wasser durch Sonnenenergie erhitzt werden soll. Ein Warmwasserspeicher übernimmt eine Pufferfunktion, um den Bedarf in Spitzenverbrauchszeiten abzudecken. Die Größe des Speichers richtet sich auch in diesem Fall nach dem durchschnittlichen Wasserverbrauch und der Anzahl der im Haushalt lebenden Personen.

Kosten für die Solaranlage

Für eine Solaranlage fallen als Anfangsinvestition Kosten im vier- bis fünfstelligen Bereich an. Einfluss auf die Höhe des Preises hat auf der einen Seite die Größe der Photovoltaikanlage und auf der anderen Seite die Art der verwendeten Sonnenkollektoren. Hier wird zwischen Flach- und Vakuumkollektoren unterschieden. Vakuumkollektoren sind in der Anschaffung etwas teurer, besitzen jedoch eine höhere Energieeffizienz. Als Richtwert für die Warmwasseraufbereitung durch Sonnenenergie gilt: 1 m² Kollektorenfläche bei Vakuumkollektoren und ca. 1,5 m² Kollektorenfläche bei Flachkollektoren pro Person. Im Jahr 2016 liegen die Kosten für eine betriebsbereite Solaranlage mit rund 40 m² Kollektorenfläche oder einer Leistung von 5 kWp zwischen 6.500 und 8.000 Euro. Abweichungen von den Durchschnittspreisen ergeben sich durch individuelle Anpassungen der Solaranlage.

Solarspeicher vergleichen

Eine Solaranlage benötigt die Sonneneinstrahlung zur Energieerzeugung. Zeiten, in denen die Sonne nicht scheint, werden mit einem Solarspeicher überbrückt, der den Strom wie eine Batterie für eine gewisse Zeit zwischenspeichert. Auf dem Markt stehen derzeit Lithium-Ionen-Akkus und Bleiakkus zur Auswahl. Der Bleiakku ist seit Jahren erprobt und die Technologie ist ausgereift. Lithium-Ionen-Akkus kamen zu Beginn der 1990er Jahre auf den Markt und machen seither den Bleiakkus Konkurrenz. Zwischen beiden Varianten gibt es zum Teil erhebliche Preisunterschiede, weshalb Sie Solarspeicher vergleichen sollten, bevor Sie sich für einen Speichertyp entscheiden. Für Lithium-Ionen-Akkus sprechen die höhere Lebensdauer und eine stark reduzierte Selbstentladung. Bleiakkus stehen für eine ausgereifte Speichertechnologie und günstige Preise. Das deutlich höhere Gewicht eine Bleiakkus spielt bei der Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach eines Eigenheims keine wesentliche Rolle, da der Speicher innerhalb des Hauses platziert wird.