Maßnahmen zur Ausgabenkürzung

Unsere Energiepreise sind mehrmals durch die Decke gegangen, die Inflation steigt weiter und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Viele Menschen brauchen radikale Ausgabenkürzungen. Darüber hinaus sind einige dieser Lösungen auch nachhaltiger.

Die Finanzen in Ordnung bringen

Eigentlich sind alle Themen auf FiFi Finance nützlich wenn es darauf ankommt, die Finanzen in Ordnung zu bringen. Für jemanden mit Geldproblemen ist es zum Beispiel entscheidend, nicht in eine Schuldenfalle zu geraten.

Diejenigen, die trotzdem Schulden haben, sind gut beraten, zu prüfen, ob sie günstiger gestellt werden können. Hypotheke und Kredite können manchmal günstiger umgeschuldet werden.

Kosten der Unterkunft und Heizung senken

Wenn Sie die Voraussetzungen erfüllen, können Sie eine Sozialwohnung zu einem angemessenen Preis mieten, sogar trotz Schufa.

Mieten oder kaufen?

Eine Eigentumswohnung zu erwerben ist problematisch auf diesem Wohnungsmarkt, selbst für Haushalte mit mittlerem Einkommen. Außerdem gehören die Instandhaltungskosten und dergleichen Ihnen, im Gegensatz zur Instandhaltung einer gemieteten Immobilie.

Heizung

Heizung der Unterkunft ist seit dem Krieg in der Ukrain teuer. Die einst billigste Gasheizung wird in Deutschland zunehmend durch andere Heizformen ersetzt. Eine hundertprozentige Umstellung auf Solarenergie mit Infrarotheizung kann oft schwierig sein. Und die Installation von Wärmepumpen ist mit hohen Kosten verbunden.

Deshalb setzen immer mehr Deutsche auf Pelletheizung. In der Anschaffung ist ein Pelletofen fast so teuer wie Wärmepumpen. Die laufenden Kosten bei Pelletheizung sind jedoch sehr niedrig. Und Pelletheizung wird stark gefördert (bis zu 50% der Anschaffungskosten!) wegen CO2-emissionsminderung.

Abos neu bewerten

Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Abonnements, um festzustellen, ob sie anderswo günstiger sind und ob sie überhaupt noch notwendig sind. Abonnements sind heimliche Killer, sie lassen im Hintergrund immer wieder Geld verschwinden.

Denken Sie an die folgenden Abonnements: Telefon, Fernsehen, Internet, Energie, Versicherungen wie Krankenversicherung, Fensterputzer, ADAC, Vereine, Bankkonten usw.

Reisekosten senken

Laufen, Fahrrad fahren, trampen sind um sonst. Das Neun-Euro-Bahnticket ist leider Geschichte, aber es gibt immer Angebote.

Autos werden geteilt durch carsharing. Es gibt inzwischen viele Carsharing Plattformen.

Ausgaben für Lebensmittel kürzen

Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.
(Bertolt Brecht, 1928)

Erstens: versuchen Sie, Ihre Einkäufe einmal in der Woche statt jeden Tag zu erledigen. Sie werden sehen, dass Sie weniger Geld ausgeben, weil Sie nur einmal in Versuchung kommen, mehr als nötig zu kaufen. Bereiten Sie sich darauf vor, indem Sie sich im Voraus über die Angebote informieren.

Foodsharing.de ist eine App, mit der Sie sehen können, wo Sie gerettete Lebensmittel abholen. Dank vieler Freiwilligen sind die Lebensmittel und die App noch immer kostenlos. Sie brauchen sie auch nicht aus dem Mülleimer zu suchen wie das so beim Containern geht, aber ganz einfach an der Tür.

Toogoodtogo hat dieses Konzept aufgegriffen und kommerziell genutzt. Das ist nicht nur schlecht: Es kann auch die Bereitschaft der Unternehmen zur Zusammenarbeit erhöhen. Die geretteten Lebensmittel werden zu einem stark reduzierten Betrag verkauft.

Die folgenden Spartipps gehen für die meisten Menschen vielleicht zu weit. Aber wenn die Not groß ist – und wir leben finanziell gesehen in unsicheren Zeiten – verschieben sich die Verhaltensgrenzen.

Containern

Als es noch keine Apps gab, rettete man Lebensmitteln durch Containern. Nicht alles was zum Beispiel Supermärkte oder Frischmärkte wegwerfen ist Müll, vor allem wenn es gut verpackt ist. Die Supermärkte sind jedoch oft an unnötig strenge Regeln gebunden (z. B. ist gegen vakuumverpackten Käse, der nach einem bestimmten Datum noch gut aussieht, nichts einzuwenden).

Wie tatsächlich aus einem Mülleimer essen, hat containern einen – sehr begreiflich – schlechten Ruf. Der Großstadmensch kann unsere Wegwerfkultur auf diese Weise jedoch ausnutzen ohne die Gesundheit zu gefährden. Wer es wagt, diese Grenze zu überschreiten, kann sich das Essen im wahrsten Sinne des Wortes kostenlos nehmen.

Verpfänden

Heutzutage ist es in Mode, sein Zuhause von Altlasten zu befreien, nach dem Vorbild der Aufräumgurus Marie Kondo/KonMari zu entrümpeln und die Wohnungskrise mit Tiny Houses zu bekämpfen.

Also gut, befreien wir uns von Altlasten – zu einem Preis. Versuche was Sie nicht mehr brauchen, zu verpfänden.

Tauschhandel, Umsonstladen und Gebrauchtwarenladen

Was das Pfandhaus nicht akzeptiert, kann man tauschen mit Freunden oder in Umsonst- und Gebrauchtwarenladen. Und kaufe dort auch.

Führen Sie eine Liste mit nicht-akuten Notwendigkeiten. Besuchen Sie regelmäßig Ihren örtlichen Gebrauchtwarenladen und Umsonstladen und schauen Sie nach, ob etwas von der Liste vorhanden ist. Wenn es dringend wird, können Sie es jederzeit neu kaufen. Helfen Sie mit, das System zu erhalten, indem auch Sie Ihre überflüssigen Dinge dorthin bringen.

Lernen Sie, wie Sie Ihren Computer, Ihre Kleidung, Ihr Fahrrad usw. selber reparieren können.

Pfand sammeln

Ab dem Jahr 2022 wird Pfand gehoben auf alle Einweg-Plastikflaschen und Getränkedosen. Das Einwegpfand beträgt 0,25 Euro, Mehrwegpfand auf Glas- und Plastikflaschen 0,08 – 0,15 Euro. Der absolute Gewinner ist der Mehrweg-Pfand-Keg, der mit 50 Euro bepfandet ist. Letztere wird man jedoch nicht am Straßenrand finden.

Ein ohnehin gesunder Spaziergang an einem guten Ort und zu einer guten Zeit (z. B. am Bahnhof oder nach einer Party im Freien) bringt vielleicht zwanzig mal 15 Cent, also drei Euro. Wer sich dies zur Gewohnheit macht, spart leicht ein paar Dutzend Euro pro Monat.

Das Sammeln und Verwerten leerer Pfandflaschen zählt zu den „sonstigen Einkünften“ nach Paragraph 22 Nr. 3 des Einkommensteuergesetzes (EStG). (focus.de, 2019)